War der Frost wirklich so schlimm? Solche und ähnliche Fragen werden uns oft gestellt und wir können nur mit "Ja" antworten. Sicher waren wir überdurchschnittlich stark betroffen, aber dass die gesamte Winzerschaft sich Sorgen um die Wetterkapriolen macht, lässt sich sehr gut an den Themen der Weinbautage 2012 im Januar ablesen. Viele der Vorsorgemaßnahmen gegen Spätfrost sind nicht bezahlbar und auch sonst schwer zu realisieren. Hubschrauber, Windmaschinen oder gar Heizungen im Weinberg zählen dazu. Einzig die Minimalschnitterziehung scheint ein gangbarer Weg zu sein, bietet letztlich aber auch keine 100%ige Sicherheit in schwierigen Weinlagen.
Tatsächlich konnten wir 2011 deutlich weniger als die Hälfte unseres üblichen Ertrags heimholen, was ein harter Einschnitt für uns war. Die vielen kleinen Partien haben uns ein großes Mehr an Arbeit beschert. Aber wir sind auch belohnt worden.
Die Weine sind sehr aromatisch, sauber und mild in der Säure. Wo viele kleine Partien sind, muss manchmal auch ein Fass mit dem anderen zusammengelegt werden. So entsteht eine Cuvée. Wir wollen aus der Not eine Tugend machen und Ihnen in diesem Jahr noch zeigen wie wohlschmeckend Cuvées sein können.
Zurzeit sind wir am Reben schneiden und rausziehen. Wie das aussieht, sehen Sie auf dem rechten Bild. Eine intensive Handarbeit, die erste Grundlage für einen neuen, qualitativen Austrieb ist. Ab Februar beginnen wir mit dem Anbinden der Reben (ein bis zwei pro Stock). Gleichzeitig planen wir die nächsten Abfüllungen, damit Sie bald noch mehr 2011er Weine kaufen können.